Hirschbiegel + Grundstein | Kolumne: Ungehobene Schätze
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30 Mrz Kolumne: Ungehobene Schätze

Zeitung TheaterManagement AktuellAls Kolumnist für das Fachmagazin TheaterManagement aktuell wirft H+G-Geschäftsführer Matthias Hirschbiegel Schlaglichter auf aktuelle Themen der Kultur- und Veranstaltungsbranche.

Pro Spielzeit gibt es in deutschen Sprech- und Musiktheatern rund 6.500 Inszenierungen. Dabei werden etwa 3.000 Werke aufgeführt. Darunter Klassiker wie „Faust“, „Nathan der Weise“, „La Traviata“, „Schwanensee“ oder „West Side Story“, aber auch gut 500 Ur- und Erstaufführungen. Kurzum: viel Abwechslung mit immer wieder neuen Anforderungen an Requisite und Co.

Da kann der Überblick schon einmal abhanden kommen über die Schätze, die in den Tiefen des Fundus‘ schlummern: Kostüme, Kulissen, Accessoires, Skripte, Notationen und vieles mehr. Und eh man sich versieht, wird Neues gekauft, obwohl das identische Gegenstück längst im Bestand ist. Je dezentraler die Organisation, desto größer das Risiko, dass Mittel verschwendet werden, die an anderer Stelle sinnvoll verwendet werden könnten.

In Zeiten schmaler Budgets kommt diesem Aspekt zusehends höhere Bedeutung zu. Überblick schafft Wissen und erlaubt es, Vorgänge einer effizienten Kontrolle zu unterziehen. Hierzu sind unter der Maßgabe einer zentralen Datenverwaltung Prozesse zu definieren, die eindeutig und transparent für alle Instanzen ist. Sind diese Mechanismen erst einmal eingerichtet und von den betroffenen Stellen internalisiert, steigt nicht nur das Wissen, sondern auch die Geschwindigkeit, die vonnöten ist, um Informationen zielgenau zu verteilen.

Statistisch braucht es bei einer althergebracht betreuten Produktion 15 Tage, bis die Kosten aus der Finanzbuchhaltung zur Verfügung stehen. Wie der turbulente Alltag an Musik- und Theaterhäusern immer wieder zeigt, kann während dieser 15 Tage viel geschehen, was die ursprüngliche Budgetplanung konterkariert.

Eine durchdachte Kontrolle hilft nicht nur den laufenden Aufwand stets im Visier zu haben, sondern eröffnet zudem eine Reihe weiterer Möglichkeiten. So versetzt etwa eine offene Fundus- und Kostümverwaltung in die Lage, Ressourcen nicht nur hausintern wirkungsvoll zu verwenden, sondern auch darüber hinaus, etwa durch Vermietung und Verleih.