Hirschbiegel + Grundstein | Kolumne: Nehmen und Geben
Wir erstellen und liefern IT Anwendungssysteme und Dienstleistungen für verschiedene Branchen. Ein Schwerpunkt liegt auf unserem Management-System KOKOS.event für Theater- und Eventmanagement.
Theater, Oper, Veranstaltungsmanagement, Festspiel, Disposition, Personalplanung, Anwendungsentwicklung, Zeiterfassung, Mindestlohn, Ressourcen, Einsatzplanung
2137
single,single-post,postid-2137,single-format-standard,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-theme-ver-9.1.2,wpb-js-composer js-comp-ver-4.11.2,vc_responsive

Kolumne: Nehmen und Geben

27 Jun Kolumne: Nehmen und Geben

Als Kolumnist für das Fachmagazin TheaterManagement aktuell wirft H+G-Geschäftsführer Matthias Hirschbiegel Schlaglichter auf aktuelle Themen der Kultur- und Veranstaltungsbranche.

Wie wäre es um die öffentlichen Theater bestellt, gäbe es keine Fördervereine? Man muss kein Prophet sein, um die Frage zu beantworten: Sie hätten es noch schwerer als ohnehin. Alleine schon deshalb sind die Kulturhäuser gut beraten, wenn sie den Dialog mit ihren Gönnern optimieren.

Kulturförderung hat in Deutschland eine lange Tradition. Es waren Hamburger Kaufleute, die 1822 den ersten deutschen Kunstverein gründeten. In der Folge bildeten sich in allen Teilen des Landes Stiftungen und Vereine, die mit Enthusiasmus neue Möglichkeiten eröffneten, getragen von der Überzeugung, dass Theater und Musik in ihrer ganzen Dimension und Vielfalt unverzichtbar zum Leben einer vitalen Gesellschaft gehören.

Heutzutage steuern Fördervereine rund zehn Prozent der Mittel bei. Von amerikanischen Verhältnissen, wo Sponsoring durch Unternehmen und private Zuwendungen rund 90 Prozent des Etats ausmachen, ist man hierzulande weit entfernt. Vielleicht ist das gut so, denn starke Abhängigkeiten bergen ein nicht unerhebliches Risiko.

Nichtsdestotrotz leisten Fördervereine einen eminent wichtigen Beitrag, der von den Kulturhäusern, intensiver als bislang geschehen, gewürdigt werden sollte. Manche Opern und Schauspielhäuser haben das erkannt und gehen mit besonderen Angeboten auf die Fördervereine zu, die den Besuch der Spielstätte noch attraktiver machen. Das hat Sogwirkung. Denn wer sich zuvorkommend behandelt fühlt, wird seine Begeisterung darüber weitertragen – und für größeren Publikumszuspruch sorgen. Entweder, weil er immer öfter wieder gern erscheint oder mit seiner Begeisterung Dritte zum Besuch inspiriert.

Damit solche Aktionen kein Strohfeuer bleiben, muss Struktur in den Dialog gebracht werden. Dabei leisten Programme hilfreiche Unterstützung. So lässt sich der Dialog einfach, überschaubar und nachhaltig organisieren, mit persönlicher Ansprache und personalisierten Angeboten. Denn jeder Verein besteht aus Menschen, die als Individuen wahrgenommen werden wollen, auch und gerade, wenn sie sich materiell und ideell für eine gute Sache engagieren.

Matthias Hirschbiegel, Gründer und Geschäftsführer der Hirschbiegel + Grundstein GmbH, Mainz-Kastel. Unter seiner Federführung entwickelte das Unternehmen die auf die Bedürfnisse von Kultur- und Veranstaltungshäusern zugeschnittene Programmsuite KOKOS.event. Die Suite wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt.