Hirschbiegel + Grundstein | Kolumne: Miteinander reden
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07 Apr Kolumne: Miteinander reden

Zeitung TheaterManagement AktuellAls Kolumnist für das Fachmagazin TheaterManagement aktuell wirft H+G-Geschäftsführer Matthias Hirschbiegel Schlaglichter auf aktuelle Themen der Kultur- und Veranstaltungsbranche.

„Im Leben lernt der Mensch zuerst gehen und sprechen. Später lernt er dann, stillzusitzen und den Mund zu halten.“ Marcel Pagnol, ein französischer Schriftsteller, Dramaturg und Regisseur des 20. Jahrhunderts, ist es, dem die Welt diesen trefflichen Aphorismus verdankt. 

Wie wahr er ist, erfahren wir tagtäglich. Je älter die Menschen werden, desto weniger pflegen sie die Kommunikation miteinander. Und umso unbeweglicher werden sie. Denn wer nicht interagiert, sieht oft auch keinen Grund sich zu bewegen. Obwohl er vielleicht gern würde.

Umgekehrt wird genauso ein Schuh daraus. Interaktion führt zu Bewegung auf allen Ebenen. Besonders schön, wenn dabei nicht nur heiße Luft verbreitet wird, sondern tatsächlich Impulse gegeben und Anregendes mitgeteilt wird. Beispielsweise, um Dinge auf den Weg zu bringen.

Der Mensch kann das. Doch er könnte das noch öfter tun. Auch in Kulturhäusern, per se Orte des Ausdrucks, der Gestaltung und der Dynamik, ließe sich noch so manches optimieren. Insbesondere während der Planung einer neuen Inszenierung aber ist es häufig so, dass wichtige Gruppen nicht oder erst spät am diesem Prozess teilnehmen. Während Technik und Disposition einen engen Draht pflegen, bleiben Statisterie, Chor, Orchester und Ballett nicht selten lange außen vor.

Werden dann auch jene künstlerischen Gruppen nach unnütz vertaner Zeit eingebunden, kommt es nicht selten zu Irritationen und Mehraufwand, der bei rechtzeitiger Einbindung hätte vermieden werden können. Wer miteinander redet, kann Missverständnisse eben viel leichter vermeiden. Und erhöht ganz nebenbei die Effizienz und senkt den Aufwand, weil Dinge, die geklärt sind, in der Regel nicht korrigiert werden müssen.