Hirschbiegel + Grundstein | Kolumne: Ein ewiger Spagat
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17 Jun Kolumne: Ein ewiger Spagat

Zeitung TheaterManagement AktuellAls Kolumnist für das Fachmagazin TheaterManagement aktuell wirft H+G-Geschäftsführer Matthias Hirschbiegel Schlaglichter auf aktuelle Themen der Kultur- und Veranstaltungsbranche.

Regnen soll es. Das war so nicht geplant. Doch nun will es der Regisseur, und die Produktionsleitung schwitzt Blut und Wasser. Schließlich lässt sich das nicht so einfach einrichten im Hausinnern.

Weil es zudem das erste Mal ist, dass auf der Bühne britische Verhältnisse herrschen sollen, gibt es keine Vorrichtung, um das Nass vom Bühnenhimmel fallen zu lassen. Details interessieren den Regisseur nicht. Er will, dass es regnet. Wie, ist ihm egal. Und sollte es nicht regnen, ist er beim nächsten Glockenschlag auf und davon.

Weil der Regisseur kein Unbekannter ist, gibt die Produktionsleitung jeden Widerstand auf, lässt eine Sprinkleranlage installieren und fleht im stummen Gebet den Regengott an, dass das Wasser nicht mehr als die Bühnenbretter ruiniert.

Inszenierungen sind nie frei von Risiko. Das Unvorhersehbare ist ein steter Begleiter. Und wenn Regisseure nicht mit ausgefallenen Wünschen daherkommen, geht garantiert etwas Unvorhergesehenes kaputt. Je größer die Produktion, desto größer die Gefahr. Läuft alles schief, kann selbst der beste Kartenverkauf nicht das balancieren, was explodierte Kosten zuvor angerichtet haben.

Wohlwissend, dass es ein ewiger Spagat zwischen Kunst und Kasse war, ist und sein wird, lässt sich doch das Ungewisse reduzieren durch ein striktes Budgetmanagement, um Plus wie Minus nicht dem Zufall zu überlassen. Das lässt sich organisieren, und zwar so, dass, wie derzeit im statistischen Mittel die Kennzahlen der Finanzbuchhaltung bestenfalls nicht erst zwei Wochen später, sondern sofort vorliegen, wenn kostenintensive Entscheidungen getroffen werden müssen.

Was eine derart vorbereitete Produktionsleitung in die Lage versetzt, mit harten Fakten zu argumentieren und den Regisseur zwischen Wunsch und Machbaren versöhnen zu können.